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2005. ÉVFOLYAM - 1-2. SZÁM

Szerkesztőség: Német rezümé



1. Der Verfasser des Artikels stellt die relativ breite Auslegung des Begriffs „Schulzentralismen” im historischen Kontext dar. Er analysiert die Strukturen der Schulen (Schwerpunkte seiner Analyse sind: Individuum, Gemeinschaft, Unterrichtsmaterialien, Ideale), anschließend spiegelt er (beginnend mit dem 11. Jh. bis hin zur Gegenwart) den epochalen Wechsel der russischen Schulkultur wider, und zwar aus dem Gesichtspunkt, welche Bestrebungen nach einer Zentralisierung die pädagogische Praxis beeinflusst und geformt haben. Durch zahlreiche Beispiele werden der Soziozentrismus, der Pedozentrismus, der Ideozentrismus und der Gnoseozentrismus behandelt.

2. Das Essay über die ungarischen Kinder- und Jugendorganisationen zwischen 1867 und 1918 stellt von diesen vor allem die vor, die in irgendeiner Weise der Interessensphäre des Unterrichtswesens angehören. Der Leser kann durch die formale und inhaltliche Charakteristik vieler religiösen, der Armee gehörenden oder Arbeitsorganisationen sehen, wie sich die Ziele der Kinder- und Jugendorganisationen verändert haben. Beachtenswert ist, dass auch Beispiele von ausländischen Organisationen behandelt werden.

3. In dem zweiten Teil des Essays über die Arbeit (Gründung von mehreren Kindergärten) von Teréz Brunswick werden von der Verfasserin die Ereignisse der folgenden fast 3,5 Jahre zusammengefasst. In diesen Jahren entstanden sog. Kleinkinderschulen neben Pest-Buda auch in Besztercebánya, Pozsony (Pressburg) und Kolozsvár (Klausenburg). Teréz Brunswick nahm auch an der Gründung solcher Institutionen in Wien und Linz teil. Die Verfasserin stellt außerdem das erste pädagogische Werk für die ungarischen Kindergärten, erschienen in deutscher Sprache in Wien, vor.

4. In Ungarns Grundschulwesen spielten die Volksschulen, die von den einzelnen Herrschaftsgütern errichtet und getragen werden mussten, eine wichtige Rolle. In dem folgenden Essay werden die Instandhaltung, die Arbeit der Schule und die Lebensumstände der Lehrer auf einem der Güter der Familie Batthyány vorgestellt, indem der wirtschaftliche Hintergrund des Gutes geschildert wird. Der Schwerpunkt des Essays liegt auf der Arbeit des Gutsverwalters Imre Farkas, die durch sein Engagement für die Schule und die Lehrer in einer Zeit, wo andere Hofschulen enorme Schwierigkeiten bewältigen mussten, beispielhaft genannt werden kann.

5. Im Volksschulgesetz aus dem Jahre 1868 wurde die Aufstellung von Schulen mit sechs Klassen verordnet und die Schulpflicht eingeführt. Bei der Durchführung des Gesetzes kam den Schulinspektoren der einzelnen Komitate eine wichtige Rolle zu. Im folgenden Artikel wird die pädagogische Arbeit des Schulinspektoren des Komitats Győr, Endre Vargyas, dargestellt. Sein Leben ist das Beispiel eines, dem Staat bedingungslos verpflichteten Beamten, der die Anordnungen ohne Ausnahme auszuführen anstrebte.

6. Der folgende Artikel aus der Artikelreihe über das Unterrichtswesen in der Stadt Székesfehérvár analysiert das Schulwesen in den, nach der Terminologie der ungarischen Geschichte Horty-Ära genannten Jahren. Dargestellt werden Schulen mit unterschiedlichen Trägern, die Lehrerschaft bzw. der Personalbestand, die Infrastruktur und die soziologische Charakteristika der Schülerschaft. Als Folge der demographischen Veränderungen wurde mit dem Bau von vielen neuen Schulen begonnen. Das Ergebnis dieser Veränderungen in der Stadt ist in einer der größten Schlachten in Ungarn während des Zweiten Weltkrieges verlorengegangen.

7. Im folgenden Artikel wird das Unterrichtswesen eines Budapester Bezirks, der zu einem der aus soziologischer Sicht benachteiligten Bezirke der Hauptstadt zählte, in der Zeit der sozialistischen Schulpolitik untersucht. Der Verfasser des Artikels zählt  Entscheidungen, die auf die Erhöhung des fachlichen Niveaus der Arbeit der einzelnen Institute zielten auf Landes-, Hauptstadt-, Bezirks- und Institutsebene auf, setzt diese in Kontext miteinander und bewertet diese auch abhängig davon, wie und in welchem Maße sie in der Praxis verwirklicht wurden.

8. In diesem Artikel wird die Entwicklung der Berufsberatung in Ungarn dargestellt. Der Begriff Berufsberatung wird definiert, geschildert werden ihre inhaltliche Veränderung und ihre psychologische Bedeutung. Als Ergebnis ihrer Untersuchungen hält die Autorin fest, dass in Ungarn neben der Adaptation von Initiativen im Ausland auch selbständige Initiativen auf europäischem Niveau entstanden, ja diese spielen auch heutzutage noch eine wichtige Rolle in der Eingliederung in die Arbeitswelt.

9. Das moderne europäische Schulsystem formte sich im 18. Jh. heraus. Eine wichtige Rolle in diesem Prozess wird dem deutschen A. H. Francke, dem herausragenden Schulgründer der pietistischen Bewegung, zugeschrieben. Sein pädagogisches Programm und die von ihm gegründeten Institute beeinflussten die sich herausformenden Schulsysteme anderer Nationen und Staaten. Im folgenden Essay wird die Arbeit von Francke, sowie das nach 1990 neu gebauten Frankenaum vorgestellt.

10. In dem Artikel „Das doppelte Gesicht der Aufklärung im Spiegel der französischen und der ungarischen Freimaurerei” wird die Geschichte einer Geistesströmung untersucht, die eine große Wirkung auf das freie Denken hatte (und in mancher Hinsicht auch heute noch hat.) Ausführlicher werden Arbeiten des ungarischen Schriftstellers Ferenc Kazinczy und Casanova über die Freimaurer untersucht.

11. Im März 1945, im vorletzten Monat der Kämpfe in Ungarn wandten sich Eltern aus der Stadt Esztergom und ihrer Umgebung an den Kardinal Justinian Serédi mit der Bitte, die Jugendlichen, die in Zwangslager eingezogen wurden, nach Hause  zu lassen und nicht an die Front zu schicken. Im folgenden Artikel werden anhand von Quellenmaterialien die Einzelheiten dieser Rettungsaktion geschildert. Die Geschichte lässt die Stellungnahmen der katholischen Kirche zum Zweiten Weltkrieg nuancierter erscheinen.

12. Die Umstrukturierung des Universitäts- und Hochschulwesens in Ungarn nach Bologna betrifft mithin auch empfindlich die Fächer der Pädagogik, ihre zukünftige Rolle in der Struktur der Fächer. Untersucht werden im folgenden Artikel die Lage des Unterrichts der Pädagogik und der Erziehungsgeschichte der nahen Vergangenheit und ihre Wichtigkeit in der Zukunft. Der Verfasser teilt dem Leser auch Meinungen seiner Studenten mit, wie diese die Rolle der Pädagogik und der Erziehungsgeschichte sehen.

13. Von der Autorin des folgenden Essays werden die Lesegewohnheiten in Ungarn zwischen 1867 und 1918 untersucht. Sie fasst zusammen, indem er die Zahl der beiden großen Informationen tragenden Medien der damaligen Zeit, der Bücher und der Zeitschriften, sowie die Zahl und die Zusammensetzung der Leser unter die Lupe nimmt, wie sich die Ansprüche der Leserschaft unter der Wirkung des Volksschulgesetzes aus dem Jahre 1868 und unter der Intensität der Verbürgerlichung geändert haben. Sie weist auch darauf hin, dass für viele Gesellschaftsschichten das Lesen von Büchern oder Zeitschriften die wichtigste Möglichkeit zur Fortbildung bedeutete.

14. Die Volksinternate hatten in den Jahren vor und nach dem Zweiten Weltkrieg, bis 1948 eine wichtige Rolle darin,  für Jugendliche aus der Arbeiter-, und vor allem aus der Bauerklasse den Besuch der Mittelschulen bzw. der Hochschulen oder Universitäten zu ermöglichen, oder sie in der Weiterbildung außerhalb der Rahmen des Schulsystems zu unterstützen. Untersucht wird im folgenden Artikel die Rolle der Volksinternate im Spiegel der, nach 1945 als Modell erachteten Makarenko-Pädagogik.

15. Aus dem Anlass des 380. Jahrestages der Geburt von Apáczai Csere János, dem ungarischen Pädagogen aus Siebenbürgen werden seine Persönlichkeit und seine Arbeit dargestellt. Die Autorin hebt hervor, dass Apáczai ein europäisch denkender Wissenschaftler und Pädagoge war, er strebte danach, mit dem Unterricht in der ungarischen Sprache die neuesten philosophischen, pädagogischen und Unterrichtskonzeptionen seiner Zeit zu verwirklichen. Als besonders wichtiges Werk wird dabei seine Enzyklopädie erachtet, in der er die grundlegenden Kenntnisse der Gesellschafts- und Naturwissenschaften seiner Zeit zusammenfasste.

16. Schulgeschichte. Einschulung und Schulalltag in Oberungarn. In der Rezension wird ein Buch über das ehemals Ungarn, heutzutage der Slowakei angehörende geographische und kulturelle Gebiet, über sein Schulwesen in kultur-, pädagogisch- und gesellschaftsgeschichtlichem Kontext dargestellt. Die Schriftstellerin ist ungarische Pädagogin und lebt in der Slowakei.

17. In der folgenden Rezension werden gleichzeitig mehrere Werke untersucht, indem die Rezensentin Parallele zwischen diesen sucht. Sie rezensiert ein Buch über die Geschichte der Kinder- und Jugendorganisationen, ein Werk über einen Pädagogen, der sich aktiv für die Kultur der slowakischen Minderheit einsetzt, und über einen Lehrer, der ein Kinderheim gegründet hat.

18. In der folgenden Rezension wird Fritz Funkes Werk über die Geschichte der Bücher vorgestellt. Das Werk ist unerlässlich für die Forschung der Erziehungsgeschichte, es liefert ein umfassendes Bild über alle Aspekte der Bücherherstellung.





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